Die Alternativen

Pünktlich zu Nikolaus (Patron der Nassenfelser Kirche) verteilten fünf Markträte einen Flyer, in dem sie ihre Alternativen vorstellen. Das wäre eine gute Chance für den FC Nassenfels gewesen, einen besseren Standort zu finden als im Moor.

Leider wurde in der Marktratssitzung vom 9.12.2020 der Vorschlag kategorisch abgelehnt. Als Hauptargument wurden Kostengründe angeführt. Der Standort westlich von Nassenfels wäre kostenintensiver, weil Ackerland teurer sei. Außerdem würde die leichte Hanglage wegen des Aushubs und dessen Abtransport zu hohe Kosten nach sich ziehen.

Dem sei entgegengesetzt, dass der Aushub im Moor nie auf seine Kosten hinterfragt wurde. Angeplant sind 30 cm, doch wird man - wenn man auf Qualität achtet - wesentlich tiefer baggern müssen. Warum? Weil das verschüttete Bett der alten Schutter durch die Fläche geht. Durch das unterschiedliche Setzverhalten von Moor und dem mit Fremdmaterial verschütteten Flussbett modeliert sich der Mäander schon jetzt in der Wiese wie ein Relief heraus. Genau hier sollen die Sportplätze liegen. Wenn man nicht auf eine homogene Schicht herunterbaggert, wird man immer wieder den Mäander in der Oberfläche sehen.

Also muss man auf der Fläche der beiden Sportplätze mindestens 1 - 1,5 m abbaggern. Der Aushub "Torf"  ist Sondermüll und muss dementsprechend teuer entsorgt werden.

Überhaupt nicht zur Sprache kam die sogenannte Ökosystemleistung: die Speicherung von CO². Über 15.000 Wissenschaftler haben 2017 eine eindringliche Warnung an die Menschheit veröffentlicht, die belegt, dass die Ökosystemdienstleistungen erheblich gefährdet sind und die Chancen ihres Erhaltes derzeit negativ eingeschätzt werden. In Nassenfels wird eine solche kostenlose Dienstleistung durch nicht nachhaltiges Management verspielt.

 

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