Was denken Sie? Befürworten Sie die Rettung des Schuttertales? Alle Kommentare sind willkommen. Fairness und korrektes Miteinander sind sicher auch für Sie eine Selbstverständlichkeit.

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Kommentare

Stefan Maier
Vor 4 Monate

Schönen guten Tag, liebe Nassenfelser!
Mit meiner Familie lebe ich rund 100 Kilometer entfernt von Nassenfels.
Daher mag man sagen, "was will der denn, es geht um unsere Heimat".
Solche Gedanken zeigen, dass man nicht wirklich verstanden hat, worum es
geht. Sie haben eine schwierige Entscheidung vor Ort zu treffen, mit
globalen Auswirkungen. Somit betrifft das, was bei Ihnen passiert, jeden
Menschen. Vor allem aber Ihre und meine Kinder und Kindeskinder.
Wenn man sich nur ein wenig mit der globalen Klimaveränderung und mit
dem lebensbedrohlichen Artensterben auseinandersetzt, zudem ein Gewissen
besitzt, kann man doch nicht nicht ernsthaft einen solchen Eingriff
gutheißen. Moore sind über-lebensnotwendig. Für alle Menschen. Warum tut
man sowas? Warum greift man so in die Natur ein?
Ich wünsche den Menschen, die aufstehen und NEIN sagen viel Kraft in
Ihrem Widerstand und den anderen die Erkenntnis und Einsicht zu
erkennen, worum es wirklich im Leben geht. Nämlich der nächsten
Generation einen gesunden Planeten zu hinterlassen.
Herzlichen Dank und liebe Grüße
Stefan Maier

Klaus Wolbert
Vor 5 Monate

Diese Moorfläche zu entwässern und/oder zu versiegeln ist in Zeiten des Klimawandels eine ökologische Fehlentscheidung, die überhaupt nicht nachzuvollziehen ist.
Warum Nassenfels und Egweil nicht auf einem Platz spielen können ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Eine Fusion (wie von dem Spieler im Quer-Beitrag angemerkt) ist überhaupt nicht notwendig. Man denke nur an 1860 und Bayern München, die über Jahrzehnte im selben Stadion (Grünwalder Straße, Olympiastadion und Allianz-Arena) gespielt haben. Was bei diesen Profis geklappt hat, können die Kicker der beiden Nachbargemeinden bestimmt auch koordinieren.

Eva Gerum
Vor 5 Monate

Als zugezogene Neuburgerin habe ich schnell begonnen, mich für das Donaumoos zu interessieren. Hier gibt es Initiativen zur Rettung und Wiedervernässung dieses einzigartigen Naturraums. Dem stehen die berechtigten Interessen der ansässigen Landwirte entgegen. Es ist schwer genug, diesen Zielkonflikt zwischen Landwirtschaft und Natur-/Klimaschutz zu lösen. Dass angesichts derartig drängender und existentieller Probleme in der Nachbarschaft ernsthaft darüber nachgedacht wird, ein existierendes Moor reinen Partikular- und Freizeitinteressen zu opfern, befremdet zutiefst. Ich würde die Bemühungen der Initiative zur Rettung des Schuttertales sehr gerne langfristig unterstützen und bitte um weitere Informationen dazu. Vielen Dank einstweilen für die Initiative!

Klaus Loderer
Vor 5 Monate

Die Erhaltung des Nassenfelser Naturerbes ist mir sehr wichtig. Als Kind habe ich dort viele Stunden verbracht. Den freien Blick auf die Burg finde ich auch heute noch etwas ganz Besonderes. Es wäre schade, dieses Wahrzeichen des Ortes durch einen Fußballplatz zu entstellen. Als Erwachsener ist mir aber insbesondere klar, dass es verantwortungslos wäre in Zeiten des Klimawandels das Schuttermoor noch mehr in seinem Ursprung zu zerstören. Selten genug gibt es noch Moore, die große Mengen CO₂ speichern können – ein Glück, dass Nassenfels über so ein Moor verfügt. Wenn ich Nassenfelser wäre, wäre ich stolz darauf in einem Moorgebiet zu leben und würde es nicht wegen eines Sportgeländes zerstören. Will ich meinen Kindern und Enkeln später einmal erklären, dass mir ein Sportplatz wichtiger war als der Kampf gegen den Klimawandel, der ihre Lebensgrundlage zerstört? Natürlich kann ich verstehen, dass den Nassenfelsern ein Sportzentrum wichtig ist. Wenn sich aber kein anderer Standort finden lässt, wäre vielleicht eine gemeinsame Nutzung des Egweiler Sportgeländes eine sinnvolle, kostengünstige und vor allem klimafreundliche Lösung. Das Moor erhalten bedeutet sich für die Zukunft unserer Kinder stark zu machen!

Respect Nature
Vor 6 Monate

Ich mache es kurz - im Jahre 2020 eine solche Fläche zu versiegeln ist verrückt! Aber leider kein Einzelfall.

Josef Speth
Vor 6 Monate

Ich nehme Bezug auf den einstimmigen Beschluss des Marktrates „dass nicht der gesamte Haushalt veröffentlicht werden soll“, sondern nur der Vorbericht auf der Homepage der Gemeinde eingestellt wird, weil „Für 99 Prozent sei dies ausreichend; für das restliche eine Prozent steht die Verwaltung für Fragen gerne zur Verfügung“ (Ek vom 02.11.2020)
Die Gründe, warum nicht der gesamte Haushalt,(Gliederungsplan, Gruppierungsplan, Wirtschaftspläne, Investitionsplan, meinetwegen ohne den Stellenplan für die Gemeindebediensteten) veröffentlicht werden soll, sind Schutzbehauptungen. 99 Prozent der Bürger können einen Haushaltsplan lesen.
Pandemiebedingt werde ich nicht bei der Verwaltung vorsprechen, möchte aber auf Auffälligkeiten hinweisen. Der Zuführungsbetrag (225.900 €) ist eine wichtige Kennzahl in jedem Gemeindehaushalt. Der Betrag für die ordentliche Tilgung 1.060.000 € darf nur im Ausnahmefall (gemäß gesetzl. Vorgaben) höher sein als die Zuführung. Dieser Ausnahmefall wird beansprucht, wobei Finanzierungsrisiken gegeben sind. Dieser Gesichtspunkt ist deshalb wichtig, weil für die Finanzierung des Schutterpark Kredit aufgenommen wird, der voll über die Zuführungsbeträge der folgenden Jahre bedient werden muss. Und die Zuführungen werden hinsichtlich der allgemeinen, kommenden Finanzsituation wesentlich geringer ausfallen.
Auf dem Titelblatt des Ek vom 02.11.2020 wird eine Kostenschätzung in Höhe von 1,8 Millionen Euro genannt, wobei vorher von 1.2 Millionen Euro die Rede war. Doch die wirklichen Kosten werden bei ca. 3 Millionen Euro liegen und im Moor versinken.

Josef Speth
Vor 6 Monate

Online-Petition: https://weact.campact.de/p/rds
Begründung
Moor speichert klimaschädliche Gase, deshalb ist es für Europa, Deutschland und den Freistaat Bayern ein erklärtes Ziel, noch bestehende Moore zu retten. Doch bei Nassenfels sollen drei Hektar Niedermoor mit einer großen Sportanlage bebaut und damit versiegelt werden. Der Trockenprozess würde wirken „wie ein immerwährender Waldbrand“. Das Landratsamt Eichstätt gibt aktuell eine Renaturierung des 16 km langen Schuttermoores in Auftrag, unterstützt aber gleichzeitig die Planung des Marktrates in Nassenfels und somit die Zerstörung des Moorkörpers (8-15 Meter Tiefe).
Das Baugrundgutachten beschreibt den Baugrund als „weich und breiig“, was erfahrungsgemäß zu Setzungen und Schäden auf den geplanten Fußballplätzen führen wird.
Betroffen ist auch die Ansicht auf die Nassenfelser Burg, die als „landschafts-prägendes Baudenkmal“ von 16 Meter hohen Lichtmasten und 6 Meter hohen Ballfangzäunen gestört würde. Auch die Störche werden durch die Ballfangzäune gefährdet. Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landkreises, doch hier wird ein Stück kulturhistorische Landschaft mit ihrer prägenden Architektur zerstört.

Stefanie Speth
Vor 6 Monate

Ich als direkte Anwohnerin und Nassenfelserin, möchte auch gerne meine Anregung und Meinung dazu abgeben.
Ich habe großes Bedenken über die Verkehrssicherheit dieser Lage, da ich jahrelang meine Kinder zu Fuß von der Schloßstraße zum Weingartenweg in den Kindergarten gebracht habe, der auch jetzt der Schulweg meiner Kinder ist, weiß ich wie gefährlich dieser Weg ist.
Es gibt keinen "durchgängigen", richtigen und "verkehrssicheren Gehweg", man muss einen Teil auf der Straße gehen, bis zu den Friedhofsparkplätzen, da beginnt erst wieder ein "Gehweg" der dann meist sehr beengt durch "parkende Autos" ist, der Weingartenweg ist auch nicht gut ausgebaut, es befinden sich trotz eines Verkehrsschildes "immer wieder parkende Autos" auf dem GEHWEG, und man ist gezwungen mit kleinen Kindern auf der Straße weiter zu laufen, was sehr gefährlich ist für jedermann.

Durch das Vorhaben der Gemeinde, für diese Sportanlage, befürchte ich mehr Verkehrsaufkommen und habe wirklich Bedenken für die Sicherheit.

Trotz der geplanten Parkplätze dieser Sportanlage, ist dies für Fußgänger und Radfahrer keine Lösung.

Stefanie Speth

Helga Vette
Vor 7 Monate

Schade, dass in Nassenfels diese einzigartige Moorlandschaft so wenig Wertschätzung erfährt. Gerade in Verbindung mit der Burg ist das ein Alleinstellungsmerkmal, das Nassenfels eine Identität gibt. So etwas einmaliges und kostbares gibt es nicht oft.

Wir kommen gerade von einer Radltour entlang der Donau zurück. An die vielen gesichtlosen Dörfer mit Sportplatz kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, an Orte mit Besonderheiten sei es aus dem Naturschutz oder dem Denkmalbereich schon.

Nassenfelser kämpft um eine Ortsidentität. Ein neuer Sportplatz kann auch an anderer Stelle entstehen oder durch die gemeinsame Nutzung des Sportplatzes in Egweil überflüssig werden.

Stephanie Maurer
Vor 7 Monate

Ich komme aus Meilenhofen und zwei meiner Kinder spielen beim TSV Egweil Fußball. Die schon mehrfach erwähnte Spielgemeinschaft mit Nassenfels drückt sich z.B. auch auf einem T-Shirt aus, das die F-Jugend bekommen hat. Auf dem T-Shirt findet man das Logo des TSV Egweil und das der Fußballabteilung des FC Nassenfels. Dazwischen prangt der schöne Spruch: "GEMEINSAM SIND WIR STÄRKER!"

Wäre dieses Motto nicht auch eine Motivation, um über eine Zusammenlegung der Sportstätten in Egweil nachzudenken?

Für uns ist es kein Problem, zu den Trainings nach Egweil zu fahren. Die Kinder kennen sich durch die Schule sowieso, ob sie nun in Egweil oder Nassenfels trainieren...

Noch ein anderer Gedanke: Das Pfarrheim wird meines Wissens bald renoviert/saniert. Aber haben nicht schon viele Vereine (bspw. Kinderflohmarkt oder auch die Pfarrei selbst) angekündigt, die Räume im neuen Vereinsheim nutzen zu wollen?? Ich stelle mir die Frage, ob eine Sanierung des Pfarrheims dann noch großartig Sinn macht?!

Inka
Vor 7 Monate

Vielen Dank für diese ausführlichen Infos. Seit Jahren fahre ich an der Wiese vorbei uns wusste bis jetzt nicht, dass sich dort ein Moor befindet. Statt es zu bebauen, sollte man es lieber renaturieren. Was ich mich frage ist, was wir alle tun können, um die Menschen, die das Gebiet zerstören wollen, zum Umdenken zu bewegen. Schließlich ist Natur und besonders Moore etwas, das nach einer Zerstörung nicht mehr einfach wieder hergeholt werden kann, wenn man merkt, dass es vielleicht doch nicht so eine gute Idee war (Stichwort CO2 Speicher). Das ist das Erbe unserer Kinder und Enkel, das da zerstört wird.

Florian Schwab
Vor 7 Monate

Also ich radle auch gerne im Schuttertal entlang und erfreue mich stets dem Anblick der Burg, welche im Einklang mit der Natur erahnen lässt, wie es sich früher hier leben lies.
Eine Sportstätte vor der Burg würde dieses idyllische Bild zerstören und meine Freude hier u radeln deutlich einschränken.

Fabian Spreng
Vor 8 Monate

Als Friedrichshofener bin ich nicht eben ein Anwohner an die umstrittene Fläche.
Trotzdem fühle ich mich von der Planung des Sportplatzes in Nassenfels direkt betroffen. Der wunderschöne Ausblick über die Schutter-Wiesen auf die Nassenfelser Burg gehört wohl zu den malerischsten in der Region um Ingolstadt/Eichstätt und ist deshalb seit Jahren mein Lieblingsziel für kurze Ausflüge mit dem Fahrrad. Ich möchte meinen, dass jeder, der schon einmal erlebt hat, wie die Nebelschwaden über die Moor-Wiesen kriechen und die Burg umspielen, von diesem Anblick tief beeindruckt war. Mir ist völlig unverständlich, wie man bereit sein kann, die Ästhetik dieser Landschaft, die für uns alle Lebensqualität bedeutet, aufs Spiel zu setzen.
Als Student der Arboristik, was sich wohl am ehesten mit „Baumkunde“ übersetzen ließe, muss ich mich persönlich mit den Folgen der Klimaveränderung auseinandersetzen, die schon heute großen Einfluss auf unser Leben nehmen. Besonders die Stadtbäume leiden unter zunehmenden Stress und die immer häufiger auftretenden extremen Jahre bringen viele Ausfälle mit sich. Wir können es uns an diesem Punkt nicht leisten, unsere Moore zu verbauen und weiter trocken zu legen. Die direkten und indirekten Folgen solcher Maßnahmen für Mensch, Tier und Pflanze sind überhaupt nicht zu überblicken. Nassenfels würde damit ein ganz schlechtes Signal setzen, wo es doch Vorbild für den Umweltschutz sein könnte - indem es die Schutter weiter renaturiert und die Moore erhält und pflegt. Ich rufe deshalb die Verantwortlichen auf, alle Alternativen gewissenhaft zu prüfen und abzuwägen. Auch wenn der letztendlich eingeschlagene Lösungsweg vielleicht nicht der bequemste oder günstigste ist - unsere Natur muss es uns wert sein!

Ernst Haile
Vor 8 Monate

ich würde sagen, schaut und hört Euch in Pöttmes um und fragt nach der Bespielbarkeit des vor Jahren aufwändig gebauten Pöttmeser Schulsportplatz. Gebaut auf einer 2-5 Meter mächtigen Torfmächtigkeit. Und dann an einer Seite/Ecke derart abgesagt, das ein regulärer Spielbertrieb lange Zeit nicht möglich war und trotz aufwändiger Sanierung immer noch weitere Sackungen vorkommen. Auch das zweite Spielfeld des TSV Pöttmes, ebenfalls gebaut auf einer mehrmetrigen Torfmächtigkeit wurd mittlerweile aufgegeben und ist nicht mehr bespielbar. Also Finger weg von Sportpätzen auf moorigem Untergrund!
Ernst Haile, Kreisvorsitzender BUND Naturschutz Aichach-Friedberg